My role model

Es gibt Tage, da denkt man nicht daran, seinen Liebsten zu sagen, wie gern man sie hat. Und dann gibt es Tage wie den heutigen, die dafür da sind, es ihnen auf eine besondere Art & Weise zu zeigen. Egal ob mit Blumen, einem selbstgemachten Frühstück, Kuchen oder mit einem netten Brief – zeigt euren Familien, euren Freunden & euren Partnern, vorallem an Tagen, wie heute, dass ihr an sie denkt & sie lieb habt.

Auch wenn in meiner Familie Emotionen groß geschrieben und Gefühle immer direkt und offen ausgesprochen werden, möchte ich diesen Tag trotzdem nutzen um meiner Mama, zu danken. Einfach weil man es doch zu selten tut.


Meine liebste Mami.

Du bist einfach nicht nur meine Mutter. Nein, du bist meine Freundin, meine wohl größte Stütze im Leben, mein allergrößtes Vorbild.

Fast 22 Jahre bist du nun an meiner Seite und unterstützt mich, in jeder noch so schweren Lebenslage. Du hast mit mir gelitten, wenn mir jemand weh getan hat. Bist weinend mit mir gemeinsam in meinem Bett gesessen und hast immer dein Bestes gegeben um mir eine starke Schulter zu sein. Ich weiß, dass gerade das sehr oft, sehr schwer für dich war! Genau aus diesem Grund bin ich dir auch so dankbar, dass du nie damit aufgehört hast und mir somit immer weitergeholfen – oder zumindest alles ein großes Stück erträglicher gemacht hast! Bist tagelang im Krankenhaus an meinem Bett gesessen und hast dich gesorgt. Du hast dich mitgefreut über meine kleinen Freuden. Wenn ich nachhause kam und einfach drauf los gequasselt hab, was ich ja heute noch genauso tue und damit oft meine Mitmenschen, und auch dich, zum Verzweifeln bringe. Doch du hast mir nie das Gefühl gegeben, nicht wichtig zu sein. Oder, dass das was ich zu erzählen habe, nicht wichtig sei.

Du hast mich in allem unterstützt. Hast meine Entscheidungen akzeptiert und respektiert, auch wenn du sie oft nicht befürworten konntest. Du hast mit mir gemeinsam immer versucht, das Beste aus allem zu machen. Du hast mich immer so selbstverständlich in den Schutz genommen, wenn es darum ging, für mich einzutreten. Hast mich auf meinen Wegen begleitet, auch wenn du sie anfangs nicht für die richtigen gehalten hast. Hast mit mir jeden Liebeskummer, als auch blöde Zickereien zwischen Freundinnen durchlebt. Du hast einfach immer die richtigen Worte gefunden. Warst aber immer ehrlich und direkt zu mir. Das tat schon ein paar Mal ziemlich weh. Aber hey, mit genau den Worten, die schmerzten, hattest du meistens Recht.

Obwohl ich in meiner Pubertät nicht die einfachste war und mich oft unverstanden und ungerecht behandelt gefühlt habe – was so ziemlich jedes pubertierende Kind tut & auch dazu gehört, denke ich mal – und auch obwohl ich mit 16/17 wirklich unerträglich war und dein Vertrauen mir gegenüber aufs Spiel gesetzt habe, hast du mich niemals fallen gelassen oder verurteilt. Warst trotzdem für mich da und konntest vor allem verzeihen.

Dir war immer wichtig, dass wir unsere Rituale haben und vor allem miteinander reden. Dass wir gemeinsam nach der Schule zu Mittag essen. Wir von unserem und du von deinem Tag erzählst. Viel Zeit gemeinsam als Familie zu verbringen & diese zu genießen. Aber auch in den eher schwierigen Zeiten zusammenzuhalten & Dinge – gemeinsam – zu lösen. Das, was wir haben, zu schätzen. Du hast dir immer Zeit genommen für diese kleinen aber wichtigen Dinge. Du hast uns immer gezeigt, wie sehr du uns liebst und dass du immer, egal was kommt, hinter uns beiden stehen wirst.

Dass gerade diese Dinge, nicht selbstverständlich sind, wurde mir gerade in den letzten Jahren durch meine Freundinnen sehr bewusst. Und dadurch schätze ich all die Kleinigkeiten, die du immer noch tagtäglich für uns beide tust, immer mehr.

Im Haushalt mussten wir beide ja nie wirklich anpacken. Trotzdem hast du uns beigebracht, ordentlich zu sein, zu kochen und alles was eben so dazu gehört, wenn man mal einen eigenen Haushalt führt. Das möge sich jetzt als selbstverständlich anhören, doch auch hier merke ich, dass viel zu viele junge Leute, diese Dinge nicht ‚mitbekommen‘ haben von Zuhause. Du hast uns einfach gelehrt, auch ohne deine Hilfe zurecht zu kommen. Klar, solche Putzteufel, wie du es bist, werden wir wohl beide nie werden. Dreckspatzen sind wir aber ja auch keine (mehr).

Jetzt wohne ich ja doch schon länger nicht mehr zuhause, und trotzdem gibt es immer wieder Situationen in denen mir ein „So hat die Mama das doch immer gemacht..“ durch den Kopf schießt. In denen ich dich anrufe, weil ich mit diesem Hightech-Fensterputzer einfach nicht zurechtkomme und dich bitte, mir den nochmals zu erklären. Wenn ich krank bin, und du kommst, um mir deine Hühnersuppe zu kochen. Das sind Momente, die ich sehr genieße, weil ich eben nicht mehr zuhause wohne und sie dadurch nun vielleicht ein kleines bisschen mehr zu schätzen weiß.

Doch das wohl allerwichtigste: ich kann immer auf dich zählen! Du hältst dein Wort und vergisst es auch nicht. Ich weiß, dass du alles, dir ermessliche tust, damit es uns gut geht.

Es gibt wohl niemanden, der mir so ähnlich ist, wie du. Niemanden, der mich so versteht, wie du es tust. Der mich kennt, wie du. Das kommt nicht nur daher, weil du meine Mama bist. Ich dein erstes Kind bin. Deine Große, wie du so oft sagst. Sondern auch daher, dass so viele Charakterzüge, Eigenschaften und Eigenheiten identisch an uns sind. Auf die meisten bin ich stolz, manch andere würde ich gerne ändern. Aber hey, man kann doch auch nicht immer der selben Meinung sein.

Auch wenn mich manche Menschen in meinem Umfeld in gewissen Sachen nicht verstehen, du tust es. Und genau in solchen Situationen tut es gut, verstanden zu werden. Gerade dann, wenn man sich von Gott und der Welt unverstanden fühlt.

Nicht selten bekommen wir zu hören, dass wir uns zum Verwechseln ähnlich sind. Egal ob das die Redensweise, das Lachen, gewisse Ansichten oder Vorstellungen vom Leben sind. Es erfüllt mich mit irrsinnigem Stolz, zu hören, wie ähnlich ich dir bin. Weil mir das Hoffnung für meine Zukunft gibt. Mein Leben auch mal annähernd so gut zu meistern, wie du – wobei ich glaube, mich schon jetzt garnicht so blöd anzustellen. Meinen Kindern auch einmal so viel Wichtiges, Bleibendes mit auf ihren Weg zu geben. So glücklich und lebensfroh zu bleiben. In deinem Alter auch mal so gut auszusehen. Und vorallem, auch mal so eine tolle Mama sein zu können, wie du sie bist. Und, für mich, immer bleiben wirst!

Ich hab dich lieb – bis zum Mond & wieder zurück.



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